Grußwort des Kreisbeigeordneten und Gesundheitsdezernenten Matthias Zach

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich freue mich sehr darüber, dass sich das Aktionsbündnis für seelische Gesundheit im Main-Kinzig-Kreis erneut an der bundes-weiten Aktionswoche für seelische Gesundheit beteiligt.

Konflikte in Beziehungen, Familien oder am Arbeitsplatz können zu starken seelischen Belastungen führen. Psychische Erkrankungen, allen voran Angsterkrankungen, Depressionen, Alkohol- und andere Suchterkrankungen zählen zu den häufigsten Erkrankungen in unserer Gesellschaft. Der Idealfall wäre, wenn jeder Mensch mit Konflikten und Belastungen so umgehen könnte, dass sie nicht zu dauerhaften psychischen Störungen führen.
Aber für viele Menschen stellt dies eine große Herausforderung dar und die Seele leidet. Und wenn die Seele leidet, leidet auch der Körper. Negativer Stress für den gesamten Menschen.

Und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schlägt Alarm: Negativer Stress ist die größte Gesundheitsgefahr des 21. Jahrhunderts. Und Depressionen - derzeit weltweit an vierter Stelle der häufigsten Krankheitsursachen - sollen bis zum Jahr 2020 die nach Herz-Kreislauferkrankungen am weitesten verbreiteten gesundheitlichen Beeinträchtigungen sein.

Unter dem Motto „Kultur trifft Seele“ hat das Aktionsbündnis für seelische Gesundheit ein buntes Programm auf die Beine gestellt, das zum einen dazu beitragen soll über psychische Erkrankungen zu informieren und aufzuklären, was somit auch zum Abbau von Vorurteile gegenüber Betroffenen führen soll und zum anderen, um der gestressten Seele etwas Gutes zu tun.

Die Veranstaltung findet am 07.10.2016, in der Herrnmühle Café überm Fluss in Hanau, statt.
Den Anfang macht der Verein Rosengarten aus Schlüchtern mit seiner Aufführung „Temperamente“. Hier werden verschiedene Emotionen in Form eines Maskenspiels dargestellt und die Zuschauer zum Nachdenken angeregt.

Am Nachmittag lesen verschiedene Personen aus unserer Region Texte aus dem Buch „Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war?“ von Joachim Meyerhoff. Der Roman handelt von einem Jungen, der zwischen Hunderten von Verrückten als jüngster Sohn des Direktors einer Kinder- und Jugendpsychiatrie aufwächst. Mit zwei Brüdern und einer Mutter, die den Alltag stemmt – und einem Vater, der in der Theorie glänzt, aber in der Praxis stets versagt. Am Ende ist es aber wieder der Tod, der das Kernthema dieses Romans darstellt, der Verlust, der nicht wieder gutzumachen ist, die Sehnsucht, die bleibt – und die Erinnerung, die zum Glück unfassbar pralle, lebendige und komische Geschichten hervorbringt.

Begleitet wird der Tag von einer Bilderausstellung von Melanie Blumenstock, die ihr Leben mit Autismus in Bildern verarbeitet hat.

Am Abend steht mit dem Auftritt des Hanauer Comedy-Duos „Hiltrud & Karlheinz“ das Lachen im Vordergrund. Denn Lachen ist befreiend, macht gute Laune und ist oft die beste Medizin.

Mit meinem Dank an die Organisatoren und all jene, die zum Erfolg dieser Veranstaltung beitragen, verbinde ich den Wunsch, dass überall dort, wo es psychische Probleme gibt, die Scheu überwunden wird und man Rat und Hilfe sucht und annimmt. In diesem Sinne wünsche ich der Woche der Seelischen Gesundheit im Main-Kinzig-Kreis viel Zuspruch und Erfolg.

Herzlichst Ihr

Matthias Zach

Kreisbeigeordneter
Gesundheitsdezernent